„Ankommen im Alltag“

Der Tag war nicht besonders.
Kein Feiertag. Kein freier Moment.
Ein ganz gewöhnlicher Vormittag.

Greta stand in der Küche,
räumte etwas weg.

Und merkte plötzlich:
Es eilt nicht.

Der Alltag fühlt sich oft an wie ein Zug,
der nicht anhält.
Termine, Gedanken, Aufgaben –
alles in Bewegung.

Ankommen im Alltag heißt nicht,
das Leben umzubauen.
Es heißt, einen Moment nicht mitzuziehen.

Ein Teller bleibt stehen.
Ein Anruf wird später geführt.
Ein Schritt wird langsamer.

Nicht aus Trotz.
Nicht aus Müdigkeit allein.
Sondern weil etwas im Inneren sagt:
So ist es jetzt stimmig.

Viele Menschen glauben,
Ankommen brauche Zeit, Ruhe, besondere Umstände.

Aber manchmal geschieht es
mitten im Tun.

Nicht, weil alles erledigt ist.
Sondern weil man sich erlaubt,
nicht mehr alles gleichzeitig zu tragen.

Ankommen im Alltag
ist kein Rückzug.
Es ist eine leise Entscheidung,
sich selbst wieder mitzunehmen.

Vielleicht ist genau das genug für heute.


Gedanke für die Woche:
Ankommen geschieht manchmal mitten im Alltag –
wenn wir aufhören, alles gleichzeitig zu tragen.

Frage der Woche:
Wo dürfen Sie heute etwas stehen lassen,
ohne dass etwas verloren geht?

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