Die STEIN-Methode
Orientierung, wenn eine Situation unübersichtlich wird
Ein Gespräch steht an. Verantwortung ist nicht klar verteilt. Mehrere Fragen drängen gleichzeitig oder eine Entscheidung wird immer wieder aufgeschoben.
Die STEIN-Methode ist die Arbeitslogik von Zenioren. Sie führt in fünf Schritten durch eine unübersichtliche Situation:
Sicht schaffen · Tempo rausnehmen · Entscheiden · Integrieren · Nachhalten
So wird klarer, was tatsächlich los ist, was jetzt geklärt werden muss und welcher nächste Schritt möglich ist.
Die Verbindung zu den Steinen des Lebens
Die Steine des Lebens stehen für Erfahrungen, Beziehungen, Rollen, Entscheidungen und Werte, die einen Menschen geprägt haben.
Sie können helfen zu verstehen, warum eine heutige Situation schwierig oder besonders wichtig ist.
Die STEIN-Methode richtet den Blick auf die aktuelle Frage: Was ist jetzt tatsächlich los? Was gehört zu mir? Was muss geklärt oder entschieden werden?
Die fünf Schritte der
STEIN-Methode
S · Sicht schaffen
Am Anfang wird gesammelt, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
- Was ist tatsächlich geschehen?
- Was weiß ich sicher?
- Was vermute ich?
- Was ist noch offen?
So werden Fakten, Annahmen und offene Fragen voneinander getrennt.
T · Tempo rausnehmen
Nicht alles, was Druck macht, ist wirklich dringend.
- Was muss jetzt geklärt oder getan werden?
- Was kann warten?
- Was fühlt sich nur dringend an, weil Erwartungen, Sorgen oder Unsicherheit wirken?
Tempo rauszunehmen schafft Zeit, genauer hinzusehen und vorschnelle Schritte zu vermeiden.
E · Entscheiden
Jetzt wird geklärt, worüber überhaupt entschieden werden muss.
- Was gehört zu mir?
- Was ist meine Aufgabe?
- Was gehört zu einem anderen Menschen?
- Welche Entscheidung steht an?
- Wer muss sie treffen?
Am Ende steht klarer, was entschieden werden muss oder welcher nächste Schritt jetzt sinnvoll ist.
I · Integrieren
Eine Entscheidung braucht einen Platz im Alltag.
- Was muss ausgesprochen werden?
- Was soll schriftlich festgehalten werden?
- Was muss vereinbart oder vorbereitet werden?
- Wer sollte davon wissen?
- Was verändert sich dadurch konkret?
So bleibt das Erkannte nicht nur ein Gedanke.
N · Nachhalten
Zum Abschluss wird festgelegt, was weiter beobachtet oder später überprüft werden soll.
- Was darf nicht wieder verschwinden?
- Wann schaue ich erneut darauf?
- Welche Antwort oder Rückmeldung steht noch aus?
- Braucht es ein weiteres Gespräch?
- Woran erkenne ich, ob der Schritt passt?
Nachhalten hilft dabei, dass wichtige Fragen nicht wieder im Alltag untergehen.
Wann die STEIN-Methode helfen kann
Die Methode eignet sich für Situationen, in denen:
- mehrere Fragen gleichzeitig im Raum stehen
- Verantwortung und Grenzen nicht klar sind
- ein Gespräch vorbereitet werden muss
- eine Entscheidung immer wieder vertagt wird
- nach einer Entscheidung die Umsetzung fehlt
- ein überschaubarer nächster Schritt gebraucht wird
Sie kann helfen, eigene Fragen im Älterwerden zu ordnen. Ebenso hilft sie erwachsenen Kindern und Familien, wenn Erwartungen, Verantwortung und der Wille eines anderen Menschen auseinandergehalten und miteinander besprochen werden müssen.
So arbeitet Zenioren mit der STEIN-Methode
Die fünf Schritte geben der Klärung eine feste Reihenfolge. Ausgangspunkt sind die konkrete Situation, die vorhandenen Informationen und die eigene Position.
Die STEIN-Methode wird in den schriftlichen Wegweisern, im persönlichen STEIN-Kompass und in einer Begleitung über einen längeren Zeitraum eingesetzt.
Welcher Weg zu Ihrer jetzigen Situation passt, finden Sie in der Angebotsübersicht.
Wenn Sie Ihre Situation persönlich einordnen und sortieren möchten, ist der STEIN-Kompass der passende nächste Schritt.
