Viele Menschen merken irgendwann: Der Kontakt zu sich selbst ist irgendwo leiser geworden.
Nicht dramatisch. Nicht plötzlich. Sondern über Jahre des Funktionierens, Tragens und Zurückstellens.
Dieser Beitrag eröffnet den Juli mit dem Stein des Monats Verbindung und beginnt dort, wo Verbindung oft zuerst verloren geht und neu beginnen kann: Bei sich selbst.
Es gibt einen Moment, in dem Menschen merken:
Ich weiß gar nicht mehr, was ich selbst eigentlich will.
Nicht weil sie vergesslich wären.
Nicht weil sie gleichgültig wären.
Sondern weil so vieles andere so lange Vorrang hatte.
Die Familie.
Die Arbeit.
Die Pflichten.
Die anderen.
Und irgendwann ist der Kontakt zu sich selbst so leise geworden,
dass man ihn kaum noch hört.
Das ist kein Versagen.
Es ist oft das Ergebnis eines langen Lebens, in dem andere zuerst kamen.
In dem getragen,
organisiert,
ausgehalten
und funktioniert wurde.
Aber es ist auch ein Zeichen.
Ein Zeichen dafür, dass etwas wieder einen Platz braucht.
Verbindung beginnt nicht mit einem Gespräch.
Verbindung beginnt nicht mit einem Dokument.
Verbindung beginnt dort, wo jemand aufhört, sich selbst zu übergehen.
Darum beginnt der Juli bei Zenioren nicht mit Harmonie.
Nicht mit einem schönen Bild von Nähe.
Nicht mit dem Wunsch, dass alles wieder gut sein möge.
Sondern mit einer stillen, aber entscheidenden Frage:
Was verbindet mich noch mit mir selbst?
Was verbindet mich mit meiner Geschichte?
Mit dem, was mich geprägt hat?
Mit dem, was mir wichtig ist?
Mit dem,
was ich mir wünsche,
solange ich es noch selbst benennen,
aussprechen und festhalten kann?
Viele Menschen haben sich diese Fragen lange nicht gestellt.
Nicht weil sie unwichtig wären.
Sondern weil es immer anderes gab, das dringlicher schien.
Doch genau hier beginnt oft etwas Wesentliches.
Denn wer den Kontakt zu sich selbst verliert,
verliert oft auch die Sprache dafür,
was bleiben,
respektiert
oder später verstanden werden soll.
Und genau deshalb ist Verbindung zu sich selbst
keine private Nebensache.
Sie ist Ursprung.
Für Klarheit.
Für Gespräch.
Für das, was andere eines Tages nicht erraten müssen.
Verbindung in diesem Sinn ist kein leichtes Thema.
Sie kann gestört sein.
Sie kann verschüttet sein.
Sie kann neu gesucht werden.
Aber sie beginnt immer an derselben Stelle:
Dort, wo etwas nicht länger nur im Stillen getragen wird.
Resonanzsatz:
Verbindung zu anderen beginnt oft dort, wo ich mich selbst nicht länger übergehe.
Mini-Handlung
Schreiben Sie einen Satz:
Was wäre, wenn Sie sich selbst heute zuhören würden?
Wenn Sie merken,
dass dieser Satz etwas in Ihnen berührt,
das schon lange wartet:
Dann ist „Meine Geschichte. Meine Steine. Mein Wille.“
der Ort, an dem Sie anfangen dürfen.
Nicht für andere.
Für sich.
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